Immer mehr Unternehmen sehen sich mit Forderungen von Kunden, Geldgebern und Lieferanten konfrontiert, ihre Emissionen zu messen und zu reduzieren. Gleichzeitig wirken sich Energiepreise, Ressourceneffizienz und Risiken in der Lieferkette unmittelbar auf die Rentabilität der Unternehmen aus.
Viele Unternehmen stehen jedoch vor derselben Herausforderung: Ziele werden festgelegt, doch die praktische Umsetzung bleibt unklar. Strategien werden schnell zu einer bloßen Auflistung von Maßnahmen, ohne klare Prioritäten, Kennzahlen oder Bezug zum eigentlichen Geschäft.
Eine realisierbare und glaubwürdige Strategie zur Emissionsreduzierung basiert nicht auf ehrgeizigen Versprechungen, sondern auf einem realistischen Plan, der auf Daten, betriebswirtschaftlichem Verständnis und schrittweisen Fortschritten beruht.
Beginnen Sie damit, die aktuelle Situation zu erfassen, und konzentrieren Sie sich auf die Emissionen aus Materialien
Eine Strategie zur Emissionsminderung sollte nach derselben Logik aufgebaut werden wie jede andere Initiative zur Geschäftsentwicklung: Zunächst muss der Ausgangspunkt festgelegt werden. Für ein Unternehmen ist es wichtig zu ermitteln, welche Emissionsquellen für das Geschäft am relevantesten sind und wo das größte Reduktionspotenzial liegt.
In der Praxis besteht der erste Schritt darin, den CO₂-Fußabdruck des Unternehmens zu berechnen. Es ist jedoch nicht notwendig, gleich zu Beginn ein übermäßig umfangreiches oder komplexes Modell zu erstellen. Es ist wichtiger, einen ausreichenden Überblick über die relevantesten Emissionen zu gewinnen, als in der ersten Runde auf absolute Genauigkeit zu achten.
Eine glaubwürdige Strategie konzentriert sich auf wesentliche Emissionen, die tatsächlichen Möglichkeiten des Unternehmens, diese zu beeinflussen, sowie auf Maßnahmen, die gleichzeitig die Geschäftsentwicklung fördern. Es muss nicht alles auf einmal geschehen. Eine gute Strategie identifiziert die wichtigsten Ansatzpunkte und baut darauf auf, um Fortschritte zu erzielen. Es ist zudem wichtig zu erkennen, dass nicht alle Maßnahmen zur Emissionsminderung mit hohen Investitionen verbunden sind.
Setzen Sie sich realistische, aber ehrgeizige Ziele und legen Sie konkrete Maßnahmen fest
Ziele sollten aus geschäftlicher Sicht realistisch und messbar sein und gleichzeitig ausreichend ehrgeizig. Realismus entsteht auch dadurch, dass man nicht versucht, alles auf einmal zu erreichen. Stattdessen sollten die Ziele auf verschiedene Zeithorizonte aufgeteilt werden: kurz-, mittel- und langfristig. Dadurch wirkt der Plan leichter umsetzbar und bietet einen praktischen Ausgangspunkt. Oft ist ein langfristiges Ziel eher eine Vision, und die Mittel zu seiner Erreichung sind möglicherweise noch nicht vollständig klar. Um es zu erreichen, sind möglicherweise Technologien, Vorschriften oder Mechanismen erforderlich, die noch nicht existieren.
Die bloße Aussage „Wir werden bis 2035 klimaneutral sein“ erklärt nicht, wie dieses Ziel erreicht werden soll. Die Glaubwürdigkeit von Zielen beruht darauf, dass ein konkreter Umsetzungsplan dahintersteht. Viele Emissionsstrategien scheitern, weil sie zu allgemein gehalten sind. Neben der Strategie benötigen Unternehmen klare Zuständigkeiten, an die Ziele geknüpfte Zeitpläne, Investitionsschätzungen und Entscheidungsprozesse.
Es ist zudem unerlässlich, das Engagement der Unternehmensleitung sicherzustellen. Ohne aktive Unterstützung durch die Führungsebene kann eine Strategie zur Emissionsreduzierung leicht zu einer isolierten Nachhaltigkeitsinitiative verkommen. Im besten Fall ist eine Strategie zur Emissionsreduzierung kein eigenständiges Nachhaltigkeitsprojekt, sondern ein integraler Bestandteil der Wettbewerbsfähigkeit, des Risikomanagements und der Wachstumsstrategie eines Unternehmens.
Transparent kommunizieren
Von Unternehmen wird zunehmend Transparenz erwartet, während Nachhaltigkeitsaussagen zudem einer genaueren Prüfung unterzogen werden. Glaubwürdige Kommunikation bedeutet, sowohl Erfolge als auch noch offene Aufgaben offen anzusprechen, Aussagen mit Daten zu untermauern und konkrete Maßnahmen zu beschreiben.
Eine ehrliche und realistische Kommunikation schafft auf lange Sicht mehr Vertrauen als übertrieben ehrgeizige, aber wenig überzeugende Versprechen. Halten Sie sich über die Vorschriften zu Umweltangaben auf dem Laufenden und konzentrieren Sie Ihre Kommunikation in erster Linie auf Pläne zur Emissionsreduzierung statt auf den Emissionsausgleich.
Machen Sie die Strategie zu einem fortlaufenden Prozess
Eine Strategie zur Emissionsminderung ist kein einmaliger Bericht oder ein einmaliges Projekt. Unternehmen verändern sich, Technologien entwickeln sich weiter und die Erwartungen der Kunden steigen stetig. Aus diesem Grund sollten Strategien regelmäßig aktualisiert werden. Unternehmen, die frühzeitig mit der Umsetzung beginnen, können in der Regel kontrollierter und kosteneffizienter vorgehen als solche, die gezwungen sind, schnell auf externen Druck zu reagieren.
Eine tragfähige Strategie zur Emissionsminderung basiert nicht auf perfekten Daten oder beeindruckenden Zielen. Sie beruht vielmehr darauf, zu verstehen, wo die größten Auswirkungen eines Unternehmens liegen und wie Veränderungen auf wirtschaftlich sinnvolle Weise umgesetzt werden können. Unternehmen, denen es gelingt, Klimaschutzmaßnahmen mit der Geschäftsentwicklung zu verbinden, senken nicht nur ihre Emissionen – sie stärken auch ihre Wettbewerbsfähigkeit auf den Märkten der Zukunft.
Wie kann Sustashift Ihrem Unternehmen dabei helfen, eine Strategie zur Emissionsreduzierung zu entwickeln?
- Sustashift verfügt über Fachkompetenz bei der Entwicklung von Roadmaps zur Emissionsminderung, von ESRS-konformen Umstellungsplänen sowie bei der Unterstützung umfassenderer strategischer Umstrukturierungen in Unternehmen.
- Sustashift bietet eine Software zur Emissionsberechnung an, mit der sich die Auswirkungen von Maßnahmen zur Emissionsminderung simulieren lassen. Unsere erfahrenen Experten beraten Sie bei der Emissionsbilanzierung, und wir können Ihnen auch die Berechnung des CO₂-Fußabdrucks als Komplettdienstleistung anbieten.
- Wenn Ihr Unternehmen Emissionsminderungsziele validieren und der „Science Based Targets Initiative“ (SBTi) beitreten möchte, kann Sustashift Sie während des gesamten Prozesses beraten.
- Sustashift ist bestens mit den Vorschriften zu Umweltangaben vertraut und bietet Beratung zur Kommunikation im Bereich Nachhaltigkeit.