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Ein konzeptioneller und systemischer Sprung vom traditionellen Risikomanagement zur strategischen Nachhaltigkeitsführung

Das Geschäftsumfeld unterliegt einem ständigen Wandel. Geopolitische Spannungen, klimatische Veränderungen, regulatorische Neuerungen und steigende Erwartungen der Stakeholder stellen traditionelle Managementmodelle vor neue Herausforderungen. Angesichts dieser Dynamik sollten Risikomanagement und Unternehmensverantwortung nicht mehr als separate Prozesse betrachtet werden, sondern als miteinander verknüpfte Systeme mit einem gemeinsamen Ziel: die Sicherung der Geschäftskontinuität und der Aufbau eines langfristigen Erfolgs auf einer nachhaltigen Grundlage.

Traditionell wurde Risikomanagement in erster Linie als Schutzmaßnahme betrachtet, um Gefahren für die finanzielle Stabilität oder die Betriebssicherheit eines Unternehmens zu mindern. Heute hingegen wird vor allem betont, dass es beim Risikomanagement auch darum geht, Chancen zu erkennen. Strategisch und proaktiv angegangen, verhindert Risikomanagement nicht nur Schäden, sondern fördert auch Innovationen. Ein gut umgesetztes Nachhaltigkeitsrisikomanagement unterstützt die Umsetzung der Unternehmensstrategie, stärkt die Reputation und schafft Wettbewerbsvorteile.

Risiken lassen sich in vier Hauptkategorien einteilen: strategische, operative, finanzielle und Gefahrenrisiken. Unter diesen haben sich Risiken im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit – wie Klimawandel, Menschenrechtsfragen und verschärfte Vorschriften – zunehmend als bedeutend erwiesen. Ihre Auswirkungen reichen oft weit über die unmittelbaren Geschäftstätigkeiten eines Unternehmens hinaus. In den letzten zehn Jahren hat sich das Konzept der Unternehmensverantwortung erheblich erweitert. Während sich soziale Verantwortung früher in erster Linie auf die eigenen Mitarbeiter eines Unternehmens bezog, umfasst sie heute auch Kunden, Lieferanten, Partner und die umliegenden Gemeinden.

Aus Sicht der Nachhaltigkeit umfasst das Risikomanagement die Identifizierung und Steuerung von Risiken in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG). Dieser Prozess gliedert sich in vier wichtige Phasen, die es Unternehmen ermöglichen, ihr Betriebsumfeld besser zu verstehen, Unsicherheiten zu bewerten und fundierte Entscheidungen zu treffen:

  1. Identifizierung –Erfassung nachhaltigkeitsbezogener Risiken und ihrer sozialen und ökologischen Auswirkungen
  1. Bewertung –Bewertung der Wahrscheinlichkeit und der potenziellen Auswirkungen identifizierter Risiken
  1. Management –Entwicklung von Strategien und praktischen Maßnahmen zur Risikominderung
    (Die vier wichtigsten Risikomanagementstrategien sind Vermeidung, Reduzierung, Übertragung und Akzeptanz.)
  1. Überwachung und Berichterstattung– Fortschritte verfolgen und Leistung kontinuierlich verbessern

Nachhaltigkeit lässt sich nicht durch isolierte Initiativen oder Marketingkampagnen erreichen. Sie muss fest in der Unternehmensstrategie verankert sein, damit verantwortungsbewusstes Handeln zu einem integralen Bestandteil des Tagesgeschäfts wird. Diese Integration lässt sich am besten durch ein Managementsystem erreichen, das Nachhaltigkeit mit den Unternehmenszielen und Entscheidungsprozessen verknüpft.

Zu den wichtigsten Komponenten eines solchen Systems gehören: die Integration von Nachhaltigkeit in strategische Ziele; die Einbeziehung des Risikomanagements in die Nachhaltigkeitsarbeit; die systematische Messung und Überwachung von Fortschritten; eine offene und transparente Kommunikation sowie eine Kultur des kontinuierlichen Lernens und der kontinuierlichen Verbesserung. Ein strukturiertes Managementsystem stellt sicher, dass Nachhaltigkeit nicht auf Reden oder Berichte beschränkt bleibt, sondern sich in konkreten Entscheidungen und Maßnahmen in der gesamten Organisation widerspiegelt.

Unternehmerische Verantwortung entsteht nicht allein durch Berichtspflichten, sondern durch konkrete Maßnahmen und nachhaltiges Engagement. Die Integration von Risikomanagement und Nachhaltigkeit schafft einen Rahmen, der kontinuierliche Verbesserungen unterstützt. Wenn Nachhaltigkeit zu einem Kernelement der Strategie und des täglichen Managements wird, schafft sie einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil. Das Unternehmen reagiert nicht mehr nur auf Veränderungen, sondern antizipiert sie und schafft so auf nachhaltige und vertrauenswürdige Weise Wert für alle Stakeholder.

Mit dem ESG-Risikomanagementmodul von Sustashift können unsere Kunden:

  • Definieren Sie ihre Unternehmensstruktur und Wertschöpfungskette, um Risiken präzise zuzuordnen.
  • Risiken kartieren, ihre Wesentlichkeit bewerten, Präventivmaßnahmen und Restrisikoniveaus ermitteln
  • Nutzen Sie internationale Datenbanken für die Risikobewertung – beispielsweise SASB für branchenbezogene Risiken und globale Datensätze für Klima- und Menschenrechtsrisiken.
  • Hierarchische Kategorien für Risiken definieren (Haupt- und Unterkategorien)
  • Zusammenfassungen wesentlicher Risiken erstellen
  • Risikoverantwortliche zuweisen und Aktualisierungsintervalle für Risikobewertungen festlegen
  • Entwickeln Sie Notfallpläne, die auf spezifische Risiken und Risikokategorien zugeschnitten sind.

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